Stadtjugendpflege

Kinderfilmfest „Sehpferdchen“ und „SchulKinoWoche“ 2010
in Kooperation von Stadtjugendpflege Neustadt und vhs Hannover-Land


Programm Download:[ Download: sehpferdchen-schulkinowochen-2010-web.pdf ]

                  


Die Stadtjugendpflege hatte das Kinderfilmfestival Sehpferdchen für das Jahr 2010 –jetzt bereits zum 4. Mal - nach Neustadt eingeladen und die vhs Hannover-Land veranstaltete die SchulKinoWoche.

Um beiden Veranstaltungen gerecht zu werden, kooperierten in Neustadt vhs Hannover-Land, Stadtjugendpflege sowie das Medienzentrum der Region Hannover. Mit dem Gemeinschaftsprojekt wurde die Arbeit der Schulen mit unterrichtsbegleitenden Filmen unterstützt:

• Das „Sehpferdchen“ vom 22. – 25.02.2010 sprach Kinder der 1. – 6. Klassen an
• die „SchulKinoWoche“ vom 01. – 05.03.2010 wendete sich an Kinder und Jugendliche der 5. bis 13. Klasse

Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Uwe Sternbeck zeigte das Kinderfilmfest „Sehpferdchen“ internationale, pädagogisch wertvolle Filme für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Das Programm der SchulKinoWochen umfasste aktuelle Spielfilme und Filmklassiker. Für Lehrkräfte wurden zu beispielhaften Filmen der SchulKinoWoche kostenlose Fortbildungen angeboten.

Der Filmworkshop in Neustadt lief auf vollen Touren, der Film über das Jugendhaus war ein voller Erfolg



Sehpferdchen 2010




Videoprojekte in Hannover, Neustadt, Braunschweig und Burgdorf
Grundschüler für das Sehpferchen 2010 auf dem Regiestuhl


Hannover – Klappe Sehpferdchen, die achte: Vom 21. Februar bis zum 3. März 2010 fand in der Region Hannover erneut das größte Filmfest für Kinder und Jugendliche in Niedersachsen statt. Es liefen intensive Vorbereitungen auf das renommierte Festival: Während die Organisatoren eine Vielzahl von Produktionen für das anspruchsvolle, altersgerechte Filmprogramm sichteten, nahmen Kinder und Jugendliche in Hannover, Braunschweig, Burgdorf und Neustadt am Rübenberge die Kamera selbst in die Hand. Ihre Werke wurden gleichberechtigt neben und vor den großen Filmen beim „Sehpferdchen“ gezeigt.

„Die Projektarbeit in den Schulen vermittelt einerseits praktische, kreative Medienkompetenz schon von klein auf, andererseits macht sie natürlich auch Lust darauf, sich intensiv mit Kino und Film auseinanderzusetzen“, sagte Andreas Holte, Geschäftsführer des Medienpädagogischen Zentrums und Leiter des Medienzentrums der Region Hannover. In rund 20 Schulen und Jugendzentren in der Region Hannover laufen derzeit Projekte in Hinblick auf das „Sehpferdchen“.

Dabei mussten am Ende nicht immer Videofilme entstehen: Eine Jugendgruppe im Kulturtreff Plantage in Hannover-Badenstedt erschaffte Stuhl-Skulpturen und ließ sie in einem Trickfilm ‚lebendig’ werden, andere entwarfen eine Wandzeitung zu einem filmspezifischen Thema. „Wichtig ist uns, dass Kinder und Jugendliche Film nicht nur als bunten Bilderbogen betrachten, sondern auch einen Einblick in die Mechanismen von Erzählung und Inszenierung bekommen“, sagte Holte, der das „Sehpferdchen“ federführend organisierte.

Teile des Filmprogramms wurden in der Festivalwoche auch in Braunschweig, Neustadt und Burgdorf aufgeführt. Bereits zum vierten Mal beteiligte sich Neustadt am Rübenberge am „Sehpferdchen“. „Wir halten es für gut und wichtig, Filme in die pädagogische Arbeit einzubeziehen und das anspruchsvolle Angebot des Festivals, das normalerweise nicht in den Kinos läuft, Kindern und Jugendlichen zugänglich zu machen“, sagte Ute Kemmer von der Stadtjugendpflege Neustadt. Im Jugendhaus bereitete Wiebke Frederking ein Videoprojekt mit Kindern vor, das während des „Sehpferdchens“ gezeigt wurde. „Wir wollen einen Film über die offene Jugendarbeit in Neustadt drehen, bei dem sich die Kids natürlich auch selbst wieder finden können“, so Ute Kemmer.

Auch in der Grundschule Lüneburger Damm in Hannover entsand ein Videoprojekt – in den Augen von Schulleiterin Elisabeth Holtkamp ein wichtiger Beitrag zur Medienerziehung. „Film und Fernsehen nehmen einen zentralen Platz im Leben unserer Kinder ein, in vielen Familien läuft der Fernseher von morgens bis abends ununterbrochen“, sagte die Schulleiterin. In der Nachmittags-AG konnten sich Kinder altersgemäß und kreativ mit dem Medium auseinander setzen, sie drehten selbst einen Film, agierten vor und hinter der Kamera. „Dabei lernen sie, dass Filme von Menschen gemacht werden und sehen sich dadurch eher veranlasst, Inhalte kritisch zu hinterfragen“, so Elisabeth Holtkamp.

Wie in den vergangenen Jahren wurden auch bei der kommenden Ausgabe des Festivals gut 4.000 kleine Kinogänger zwischen sechs und zwölf Jahren im Kommunalen Kino im Künstlerhaus Hannover erwartet. Erstmals sprach das „Sehpferdchen“ mit der Reihe 14plus auch Jugendliche an. „In den letzten Jahren haben wir oft Filme für Jugendliche ab etwa 14 Jahren entdeckt, die hoch interessant waren, aber nicht zu einem reinen Kinderfilmfest passten“, so Andreas Holte. Das war nun anders: Die kommende Ausgabe des Festivals enthielt drei weitere Tage für das Programm 14plus. Insbesondere zu diesen Filmen gab es Workshops und Vorträge für Lehrkräfte und Erwachsene, um verstärkt Filmkultur in der Schule zu vermitteln.

Das Kinderfest Sehpferdchen war eine gemeinsame Veranstaltung von der Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Film Niedersachsen e.V., dem Kino im Künstlerhaus Hannover, dem Fachbereich Bildung und Qualifizierung der Landeshauptstadt Hannover, dem Medienzentrum der Region Hannover und dem Medienpädagogischen Zentrum-Landesfilmdienst Niedersachsen e.V.

22.02. – 25.02. 2010
Kinderfilmfest Sehpferchen - Programm


Die kleinen Bankräuber


Mo. 22.02. 11.00 Uhr
Lettland, Österreich 2007
Regie: Armands Zvirbulis
Länge 76 Min.
ab 2. Klasse

Genre: Kinderfilm, Komödie
Unterrichtsfächer: Deutsch, Religion, Werte und Normen
Thema: Gerechtigkeit, Recht und Unrecht

Vater verliert die Arbeit, die Bank kassiert das Haus. Der kleine Robby und seine Schwester Louise wollen sich das nicht gefallen lassen und beschließen, für Gerechtigkeit zu sorgen und die Bank auszurauben. Ihr Plan gelingt zunächst.
Uns hat begeistert, wie konsequent aus der Perspektive von Kindern diese Geschichte erzählt wird. Von Anfang an ist klar, warum der kleine Robby in einer Mischung aus kindlichem Gerechtigkeitssinn und Abenteuerlust die Bank ausrauben will. ... Mit viel Humor und Ironie erfährt man, welche Vorteile es haben kann, klein zu sein. Überhaupt, wenn man so schlau und gewitzt ist wie die beiden Geschwister. (Kinderjury des 21. Internationales Kinderfilmfestival 2009 Wien)

Wo die wilden Kerle wohnen


Di. 23.02. 11.00 Uhr
USA 2009
Regie: Spike Jonze nach dem bekannten Kinderbuch von Maurice Sendak
Länge 101 Minuten
Ab 3. Klasse

Genre: Kinderfilm, Fantasy
Unterrichtsfächer: Deutsch, Religion, Werte und Normen
Themen: Kindheit, Identität, Heranwachsen, Vertrauen

Max ist ein Kind voller Wut und unkontrollierter Impulse, und doch eine sensitive Seele, die sich allein gelassen fühlt. Nach einem Streit mit seiner gutmütigen, aber überforderten Mutter flüchtet er in eine Traumwelt - auf eine Insel mit monströse wirkenden, im Grunde aber kindlichen Kreaturen, die den wilden Jungen als König akzeptieren. Einige Tage lebt und tollt Max mit den neuen Freunden, bis es auch hier zu Enttäuschungen und Streit kommt. Doch Max weiß, dass jemand auf ihn wartet, der ihn immer lieben wird. Bedingungslos.

Morrison


Mi. 24.02. 11.00 Uhr
Niederlande 2008
Regie: Barbara Bredero
Länge 70 Minuten
ab 1. Klasse
Originalfassung, deutsche Einsprache

Genre: Kinderfilm
Unterrichtsfächer: Deutsch, Religion, Werte und Normen
Themen: Kindheit, Geschwister, Identität, Heranwachsen

Das Verhältnis zwischen dem fünfjährigen Morrison und seinen Eltern Nina und Steven könnte nicht besser sein. Die Familie lebt auf dem Land und die Eltern haben viel Zeit für den Sprössling, da beide zu Hause arbeiten.
Doch dann beginnen sich die Verhältnisse zu ändern. Die Mutter ist schwanger und in Morrisons Augen wird bereits im Vorfeld unnötig viel Wind um das neue Familienmitglied gemacht.
Der kleine Morrison versucht mit allen Mitteln, seine Stellung in der Familie zu verteidigen.
Aber nach seinen Kämpfen sieht er ein, dass er die Liebe und Fürsorge seiner Eltern unterschätzt hat und sorgt dafür, dass seine kleine Schwester wieder nach Hause gebracht wird. Happy End.

Hey Hey, hier Esther Blueburger


Mi, 24. Februar 13:45

Australien, 2007
Regie: Cathy Randall
Länge:103 min
ab 6. Klasse
Originalfassung, deutsche Einsprache

Genre:
Unterrichtsfächer: Deutsch, Religion
Thema: Erwachsenwerden, Sexualität, Identität, Werte, Familie, Geschlechterrollen

Wie so ziemlich jeder Teenager ist auch Esther Blueburger ein „natural born outsider“. Dazu muss man ein paar Dinge klarstellen. Erstens: Esther Blueburger ist kein Junge. Zweitens: Sie will keinen Tanzwettbewerb gewinnen. Sie will auch nicht den Drogenhandel kontrollieren. Und sie träumt auch nicht davon, dass irgendein berühmter Sportler in Liebe zu ihr entbrennt. Nein, Esther Blueburger hat viel ehrgeizigere Pläne: Sie will einfach nur dem Chaos, den Gemeinheiten und der Absurdität dieser Welt Paroli bieten, sie will einfach nur – sie selbst sein!
Besonders in der Person des Mädchens haben wir uns wieder gefunden. Der Film hat uns angeregt, über uns selbst nachzudenken, und wir finden, dass ihn jeder, der ihn gesehen hat, sicher noch einmal sehen möchte. (Kinder- und Jugendjury des Kinderfilmfest Hamburg 2008)

Carlitos großer Traum


Do. 25.02. 11.00 Uhr
Land; Spanien 2008
Regie: Jesús del Cerro
Länge 107 Minuten
ab 2. Klasse
Originalfassung, deutsche Einsprache

Genre: Moderner Märchenfilm
Unterrichtsfächer: Deutsch, Sport, Religion
Thema: Identität, Heranwachsen, Freundschaft

Carlitos, der im Waisenhaus aufwächst, ist von zwei sehnlichen Wünschen erfüllt. Er möchte von einer liebevollen Familie adoptiert und ein großer Fußballer werden. Hipolito, der Direktor des Waisenhauses, ist zu korrupt, um sich wirklich um das Wohl seiner Schützlinge zu kümmern. Alles, was ihm wichtig ist, sind die großzügigen Schecks, die er sich von den zukünftigen Eltern zustecken lässt. Aber Carlitos hat gute Freunde, auf die er sich verlassen kann. Aber wird Carlitos die Ausdauer und die Konzentration aufbringen, um sich wirklich unter den ganz Großen durchzusetzen?
Die rasante Komödie ist als Märchen inszeniert, zu dem auch das traditionelle Happy End gehört. Gleichzeitig verwendet der Film ästhetische Elemente aus der Technik von Computerspielen und ist damit bestens für ein Publikum mit modernen Sehgewohnheiten geeignet.
Regisseur del Cerro ist ein anrührender und zugleich witziger Film über Freundschaft und große Träume gelungen. (Carsten Siehl, Deutsches Filminstitut).

Als besonderes Highlight wurde vor jeder Vorstellung ein von Kindern und Jugendlichen des Neustädter Jugendhauses selbstgedrehter Kurzfilm gezeigt.

Eintritt: 3 € / Schülerin oder Schüler, Begleitpersonen frei
Sondervorstellungen nach Absprache

Information, Anmeldung, Unterrichtsmaterial
Karin Volkmann-Schmalz – Team Jugendpflege
Tel.: 0 50 32  93 91 67
Fax: 0 50 32  93 91 69
E-Mail: kvolkmann-schmalz@neustadt-a-rbge.de
www.filmfest-sehpferdchen.de


01.03. – 05.03.2010
Schulkinowochen - Programm



Vorstadtkrokodile


Mo 8:45 Uhr, Di 11:00 Uhr, Mi 8:45 Uhr, Do 13:30 Uhr
Deutschland, 2009
Regie: Christian Ditter. Nach dem Roman von Max von der Grün
Länge 98 min
4.-7. Klasse

Genre: Literaturverfilmung, Abenteuerfilm, Krimi, Kinderfilm
Unterrichtsfächer: Deutsch, Ethik/Religion, Sachkunde, Sozialkunde
Themen: Abenteuer, Freundschaft, Behinderte/Behinderung, Außenseiter, Vorurteile, Familie, Kindheit, Zivilcourage, Kriminalität

Der zehnjährige Hannes träumt davon, von der Kinderclique der "Vorstadtkrokodile" aufgenommen zu werden. Kai sitzt im Rollstuhl und wird von den "Vorstadtkrokodilen" viel gehänselt Als dieser einen nächtlichen Einbruch beobachtet, wird er plötzlich interessant für die Clique. Doch er will nur reden, wenn er mitkommen darf. Mit seiner Hilfe und mit viel Ideenreichtum und Mut machen sich die "Vorstadtkrokodile" daran, den Fall zu lösen und es mit der jugendlichen Einbrecherbande aufzunehmen.
Eine nicht nur modernisierte Literaturverfilmung, sondern "ein neues Original, in die Jetztzeit adaptiert".(Produzent Christian Becker). Filmisch werden im Vergleich zur Erstverfilmung von 1977 andere Mittel eingesetzt.
Diese Buchverfilmung erweist sich als Glücksfall in Bezug auf den Vergleich von Literaturvorlage und filmischer Umsetzung, beide Medien stellen in ihrer jeweiligen medialen Form den Inhalt altersadäquat und gut analysierbar in spannender und motivierender Form dar.

Fightgirl Ayse


Mo 11:00 Uhr, Di 8:45 Uhr, Mi 11:00 Uhr
Dänemark, 2007
Regie: Natasha Arthy,
Länge: 97 min
7. - 13. Klasse
Genre: Drama, Jugendfilm, Martial Arts
Unterrichtsfächer: Deutsch, Sozialkunde, Religion/Ethik, Musik, Sport
Themen: Mädchen, Identität, Erwachsenwerden, Familie, multikulturelle Gesellschaft, Toleranz, Vorurteile, Werte, Individuum und Gesellschaft, Geschlechterrollen, Rebellion, Tradition, Tanz

Die große Leidenschaft der jungen Türkin Ayşe ist Kung Fu. Mit dem Kampfsport besiegt sie innere Konflikte und Ängste, Konkurrenzgefühle und ihre Wut. Ihre Lehrerin rät ihr, einem Club beizutreten, in dem sie richtig trainieren kann. Doch ihr Vater erlaubt ihr die Teilnahme nicht, zumal der Club in gemischten Gruppen trainiert. Mit flauem Gefühl im Magen widersetzt sich Ayşe und geht heimlich zum Training.
Dem Film gelingt es auf einzigartige Weise, Verständnis für die Hauptfiguren zu wecken, ihre Konflikte ernst zu nehmen und ihre Lernprozesse zu verdeutlichen. Der Film zeigt individuelle Leidenschaft des Menschen im Widerstreit mit den Anforderungen von Familie, Gesellschaft, kulturellen Gepflogenheiten und Unterschieden und die Befreiung von Vorurteilen auf allen Seiten, von Bevormundungen und Zwängen, von Beleidigungen und Herabsetzungen, die durch ein "Anders-Sein" entstehen.

"Das Leben der Anderen"


Mo 13:00 Uhr, Do 10:30 Uhr
Deutschland 2006
Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
Länge: 137 min
ab 9. Klasse

Genre: Drama, Liebestragödie
Unterrichtsfächer: Geschichte, Sozialkunde, Politik / Politische Bildung, Religion / Ethik, Kunst, Deutsch,
Medienerziehung
Themen: DDR-Geschichte, Stasi, Sozialismus und Totalitarismus,  Künstlertum, Kunst und Politik,
Individuum und Gesellschaft, Anpassung, innere Emigration und Widerstand,
Gewissenskonflikt

Ostberlin 1985. Der linientreue Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler soll den erfolgreichen Dramatiker Georg Dreymann und dessen Freundin, die Schauspielerin Christa-Maria Sieland bespitzeln. Denn diese hat sich um der Karriere willen mit dem Kulturminister Bruno Hempf eingelassen, der seine Geliebte vollständig überwachen und kontrollieren möchte. Im Verlaufe seiner obsessiven Aufklärungsarbeit lässt Wiesler sich zunehmend von der Welt des Künstlers faszinieren und entfernt sich dabei von seiner ursprünglichen Mission: Er wird zum stillen Komplizen Dreymanns, der sich seinerseits zum Dissidenten entwickelt.
Mit sehr guten Schauspielern und sparsamen Mitteln realistisch inszenierter Spielfilm, der das dramatische Potential des Sujets durch unkonventionelle Kameraführung und Montage gekonnt ausschöpft.

John Rabe


Mi 13:15 Uhr, Fr 8:15 Uhr
Deutschland, Frankreich, Volksrepublik China 2009
Regie: Florian Gallenberger
Länge: 134 min
9.-13. Klasse

Genre: Drama
Unterrichtsfächer: Geschichte, Politische Bildung, Sozialkunde, Religion, Ethik, Deutsch
Themen: (Deutsche) Geschichte, 2. Weltkrieg , Nationalsozialismus, Gewalt, Mut, Werte, Menschenrechte/-würde, Asien, Moral, Internationale Beziehungen, Verantwortung, Zivilcourage, Liebe, Solidarität

1937, japanisch-chinesischer Krieg: John Rabe, Hamburger Kaufmann, soll die langjährige Leitung der Siemens-Niederlassung in der Hauptstadt Nanking an seinen nazitreuen Nachfolger übergeben und nach Berlin zurückkehren. Als Kampfflieger der Japaner, seinerzeit Verbündete Deutschlands, das Firmengelände bei einem feierlichen Abschiedsdinner angreifen, bietet Rabe ihnen Schutz unter der Hakenkreuzfahne.
Ein von überzeugender schauspielerischen Ensembleleistung getragenes Geschichtsdrama und Retter-Epos fokussiert den Wendepunkt im Leben eines zweckrational handelnden, regimetreuen Kaufmanns hin zum Retter von Hunderttausenden ohne falsches Pathos und glorifiziertes Heldentum.
Die Erarbeitung historisch aufgeladener Inszenierungselemente lässt sich den Schüler/innen eine bislang wenig bekannte historische Person aus einer ihnen gleichermaßen fremden Episode der auswärtigen Beziehungen NS-Deutschlands näher bringen.

Ben X


Do 8:30 Uhr, Fr 11:00 Uhr
Belgien 2007
Regie: Nic Balthazar
Länge: 90 min
9. - 13. Klasse

Genre: Drama, Literaturverfilmung
Unterrichtsfächer: Deutsch, Sozialkunde, Religion/Ethik, Biologie, Psychologie, Kunst und Medienkunde
Themen: Außenseiter, Autismus, Jugend, Kommunikation, Medien, Schule, Vorurteile, Identität, Gewalt (Mobbing), Toleranz

Seit seiner Kindheit hatte Ben das Gefühl, anders als die anderen zu sein. Da er sich seiner Umwelt kaum verständlich machen kann, wird er von seinen Mitschülern gemieden und ausgeschlossen. Einige machen sich gar einen Spaß daraus, ihn zu demütigen und zu quälen. Als der Leidensdruck durch mobbende Mitschüler nahezu unerträglich wird, fasst Ben einen Plan, wie er dieses grausame "Spiel" auf eine ihm adäquate Weise beenden kann.
Filmpädagogisch geht es um Zusammenhänge zwischen sowie Unterscheidungskriterien von Realität und Fiktion, filmischer Wahrnehmung und gesellschaftlicher Realität. Der Film bietet nicht nur unter ethisch-moralischen Gesichtspunkten auch eine gute Diskussionsgrundlage für die Überwindung von Vorurteilen, Ohnmachtsgefühlen und Rachefantasien, die insbesondere bei Jugendlichen weit verbreitet sind.

The Wind That Shakes The Barley"


Di 13:30 Uhr, Fr 13:00 Uhr
Großbritannien, Irland, BRD, Italien, Spanien 2006
Regie: Ken Loach
Länge: 124 min
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
ab 9. Klasse

Genre: Drama
Unterrichtsfächer: Englisch, Geschichte, Politische Bildung, Sozialkunde, Religion/Ethik
Themen: Irland-Konflikt, Geschichte, (Bürger-)Krieg, Gewalt, Widerstand, Rebellion, Religion, Recht und Gerechtigkeit, Frieden

Irland 1920. Nachdem der junge Arzt Damien Zeuge von Greueltaten der berüchtigten britischen Söldnereinheiten "Black and Tans" geworden ist, schließt er sich der "Irish Republican Army" an, der bereits sein Bruder Teddy angehört. Mit entwendeten Waffen kämpfen sie fortan in kleinen Gruppen guerillaähnlich gegen die militärische Übermacht der Besatzer. Der bald ausgehandelte Frieden entzweit die Widerstandsbewegung – im beginnenden Bürgerkrieg stehen sich die beiden Brüder nun als Todfeinde gegenüber
Der Regisseur rückt mit seinem unverwechselbar politisches Kino die Geschichte zweier Brüder ins Zentrum und erzählt parabelartig von menschlichen Dramen und existenziellen Konflikten, die im Widerstand entstehen (können). Der Spielfilm bietet gute Ansatzpunkte zum Verständnis der Ursachen, warum und wie der weit reichende Irland-Konflikt entstanden ist.

Information, Anmeldung, Unterrichtsmaterial
SchulkinoWochen Niedersachsen
Tel.: 0511 22 87 97 1
Fax: 0511 45 39 30
E-Mail: stiller@schulkinowochen-nds.de
www.schulkinowochen-nds.de

Eintritt: 3 € / Schülerin oder Schüler, Begleitpersonen frei
Sondervorstellungen nach Absprache

Als besonderes Highlight wurde vor jeder Vorstellung ein von Kindern und Jugendlichen des Neustädter Jugendhauses selbstgedrehter Kurzfilm gezeigt.

„Wir halten es für gut und wichtig, Filme in die pädagogische Arbeit einzubeziehen und das anspruchsvolle Angebot des Festivals, das normalerweise nicht in den Kinos läuft, Kindern und Jugendlichen zugänglich zu machen“, sagt Ute Kemmer von der Stadtjugendpflege Neustadt. Im Jugendhaus bereitet Wiebke Frederking derzeit ein Videoprojekt mit Jugendlichen vor, das während des „Sehpferdchens“ gezeigt werden soll. „Wir wollen einen Film über die offene Jugendarbeit in Neustadt drehen, bei dem sich die Kids natürlich auch selbst wieder finden können“, so Ute Kemmer.

Anmeldungen
zu den Sehpferdchenveranstaltungen:
Stadtjugendpflege Neustadt
0 50 32 - 939 168

zu den Veranstaltungen der SchulKinoWochen:
Porojektbüro SchulKinoWochen
0 511 - 228 797 - 1


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